Pulled Pork aus dem Dutch Oven – Smoker Style

Es geht doch nichts über ein saftiges Pulled Pork. Langsam, über viele Stunden bei niedrigen Temperaturen im Smoker geräuchert ist das faserige Fleisch eine richtig leckere Angelegenheit.
Wer es jedoch einmal eilig hat und keine 12 – 24 Stunden am Smoker verbringen möchte, sollte einmal die schnelle Variante ausprobieren. Durch die Kombination von Smoker und Dutch Oven wird das Fleisch super zart und erhält zudem noch einen leichten Rauchgeschmack. Meines Erachtens eine echte Alternativen zum klassischen „Low ´n Slow“.

Zutaten für das Pulled Pork

  • ca. 2,5 kg Schweinenacken
  • Magic Dust oder ein anderer BBQ Rub
  • 6 kleine bis mittlere Zwiebeln (grob in Scheiben geschnitten)
  • 300 ml Bier
  • 200 ml Cola


Als erstes wird das Fleisch ordentlich mit Magic Dust gewürzt. Das kann man bereits einen Tag vorher machen damit die Gewürzmischung noch ein wenig in das Fleisch ziehen kann oder auch kurz vorher.

Für den Rauchgeschmack verwende ich ungern Liquid Smoke, deshalb habe ich das gute Stück im ersten Schritt für 3 Stunden im El Fuego Portland gesmoked. Die drei Stunden reichen in diesem Fall aus um dem Fleisch eine leichte Rauchnote zu verleihen.

Bei ca. 120°C hatten die rund 2,5 kg Fleisch nach drei Stunden bereits eine Kerntemperatur von 68°C erreicht. Der Braten stand demnach kurz vor seiner ersten Plateauphase und der Zeitpunkt war gekommen ihn in den Dutch Oven umzubetten.

Die groben Zwiebelscheiben in den Dutch Oven geben…

…Fleisch auf die Zwiebeln setzen und Bier und Cola hinzufügen. Da das Fleisch mit reichlich Magic Dust gewürzt war, wurden keine weiteren Gewürze oder Brühe benötigt.

Zur Kontrolle der Kerntemperatur kann auch im Dutch Oven das Maverick ET-733 oder ein anderes Thermometer benutzt werden. Durch eine kleine Nut im Rand des DOpfes wird das Kabel gelegt. Hat natürlich den Vorteil das es nicht eingeklemmt wird und der Deckel bündig aufliegt.

Als Brennstoff habe ich einmal die KOKOKO Cubes von Mc Brikett ausprobiert, da sie eine sehr lange Brenndauer und reichlich Hitze versprechen. Kurzerhand wurde ein Türmchen aus 16 Kohlewürfeln gebaut und wie auf der Packung beschrieben, zwei Anzünder in die Mitte gegeben. Die Anzünder brannten ab, aber die Anzündwirkung stellte sich nicht gerade als optimal heraus. Beim nächsten mal benutze ich dann doch lieber wieder einen Anzündkamin. Also, kurz mit der Campingaz Lötlampe nachjustiert und die Würfeln zum glühen gebracht.

Damit nun das Pulled Pork auf die gewünschte Temperatur gebracht werden konnte, sollten 6 Kohle unten und 10 Kohlen auf dem Deckel ausreichen.

Nach weiteren 3 Stunden war es dann endlich soweit und der Nackenbraten erreichte eine Kerntemperatur von ca. 95°C. Die Kohle hätte locker noch eine weitere Stunden durchgehalten.

Da ich es nicht mehr erwarten konnte, habe ich die Ruhephase einfach übersprungen und direkt gepulled.

Was soll ich sagen…ich war überrascht das das Fleisch bereits nach 6 Stunden fast von selbst auseinander fiel. Es war zart, saftig und hatte noch ein leichtes Raucharoma. Einiges vom Geschmack wurde zwar beim garen im Dutch Oven an die Flüssigkeit abgegeben, die habe ich aber teilweise wieder in das gepullte Fleisch zurückgegeben. Genauso wie einen Teil der Zwiebeln, welche fast von selbst auseinander fielen und gut unter das Fleisch vermischt werden konnten.

Den Rest der Kohle habe ich in den Weber Go Anywhere (Männerhandtasche) gegeben. So konnte das Pulled Pork noch ein wenig warm gehalten werden.

Fazit
Für alle die einmal spontan Appetit auf ein saftiges Pulled Pork bekommen und keine 12 bis 24 Stunden Zeit haben, ist diese Variante absolut zu empfehlen. Zart, saftig und ein leichter Rauchgeschmack, so kann man die Kombination aus Smoker und Dutch Oven beschreiben. Ich werde diese Variante sicherlich nicht zum Letzten mal gemacht haben. Geschmack, Zartheit und Zeitersparnis überzeugen. Ein klein wenig fehlte mir jedoch die Kruste, welche durch den langen Garprozess im Smoker entsteht. Der Zucker aus der Gewürzmischung und der Mopsauce (die hier nicht verwendet wurde) hatte während der Smokerphase nicht wirklich Zeit zu karamellisieren. Nichtsdestotrotz erhält man innerhalb sehr kurzer Zeit ein richtig leckeres Pulled Pork.

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Ein Kommentar

  1. Gerd sagte:

    Das klingt nach einer echten Alternative, wenn es mal „schnell“ gehen muss. Werde ich sicher demnächst mal probieren 🙂

    11. März 2017
    Antworten

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